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Gefahren für den Wolf

Nie wieder Pickel!
Welche Gefahren außer den sinnlosen Ausrottungsversuchen der Menschen bestehen eigentlich für den Wolf? Diesem Thema möchte ich mich hier nun widmen. 
 

Ich werde hier nicht die naturgegebenen Gefahren, wie andere Raubtiere oder die enorm hohe Verletzungsgefahr durch Beutetiere beschreiben, denn diese gehören zum natürlichen Kreislauf dazu und stellen gewöhnlicherweise keine Gefahr für eine Tierart dar, da in der Natur immer ein Gleichgewicht herrscht.


Der wolfshassende Mensch

Sie hätten es am Liebsten, wenn die Wölfe ausgerottet wären, da sie ihrer Meinung nach gefährlich, blutrünstig und zu nichts Nutze sind und nur Schaden anrichten. Dass das nicht stimmt, ist ihnen sehr schwer beizubringen und es besteht die Gefahr, dass Wölfe erschossen werden, obwohl es verboten ist. Leider haben Menschen, die Wölfe hassen meist kein oder falsches und ungenügendes Wissen über Wölfe und verbreiten dies, was wiederum Angst oder gar Hass bei neutralen Menschen auslösen kann.


Der wolfsliebende Mensch

Es hört sich vielleicht seltsam an, aber auch die, die Wölfe lieben, könnten eine Gefahr für sie darstellen. Man möchte diesen wunderbaren Tieren ganz nahe sein, sie am Besten hautnah erleben, was ich sehr gut verstehen kann, aber wer Wölfe wirklich liebt, lässt sie wilde Tiere sein und bleibt bei dem Bewundern. Folgende Unterpunkte, können gerade durch Wolfsfreunde eine Gefahr für Wölfe darstellen:

  • Futterkonitionierung
  • Das bedeutet, einen Wolf (oder anderes Tier) mit Futter anzulocken, um es zutraulich zu machen. Manche werden jetzt sicherlich denken, dass dies doch gut sei, weil man dann den Wölfen ganz nah ist und sie vielleicht sogar streicheln kann. Aber genau das ist das Problem. Wilde Tiere, die durch Futter konditioniert sind, werden immer zutraulicher und verlieren letzten Endes vielleicht sogar ganz ihre natürliche Scheu vor den Menschen. Dann können sie aufdringlich werden, sich widernatürlich verhalten, unbekümmert durch Städte streifen und mitunter sogar Menschen anfallen, weil sie z.B. kein Futter wie gewohnt bekommen, oder eben ihre Scheu verloren haben. Bei Eichhörnchen und Tauben mag das vielleicht nicht stören, aber für Raubtiere, wie Wölfe und Bären (siehe Bär Bruno, der zwar nicht futterkonditioniert war, seine Scheu vor dem Menschen verloren hat) bedeutet das den sicheren Tot. Denn solche Tiere werden erschossen, was vielleicht grausam klingen mag, aber in bestimmten Fällen sogar nötig ist, da ein solches Tier sein unbedarftes Verhalten an seinen Nachwuchs weitergeben kann. Also bitte, liebe Wolfs- und Tierfreunde: versucht nicht, euch die Zuneigung wilder Tiere durch Futter zu erzwingen, das schadet ihnen nur und kann sogar zu ihrem Tot durch Erschießen führen.
  • Aufdringlichkeit
  •  Viele, die Wölfe lieben, werden auch versuchen, einen frei lebenden Wolf zu erblicken. Das kann ich wirklich sehr gut verstehen, denn es gibt nichts Schöneres, als Wölfe zu beobachten. Aber dabei sollte man es auch belassen, beim Beobachten! Versucht man, sich ihnen zu nähern, vor allem der Höhle, kann es sein, dass die Wölfe sie nicht mehr für sicher halten und sie samt ihren Jungen verlassen. Auf der Suche nach einer neuen Höhle, können die Welpen ums Leben kommen. Dies ist nur ein Beispiel, wie zu aufdringliches Verhalten den Wölfen schaden kann und gilt allgemein für alle Tierarten. Also bitte bewundert die Natur, beobachtet sie, aber greift nicht ein, auch wenn die Verlockung groß ist. Meist wird ein solch rücksichtsvolles Verhalten dadurch belohnt, dass die Natur immer mehr aufblüht und es vielleicht in ferner Zukunft gar nicht mehr nahezu unmöglich sein wird, einen wilden Wolf in Deutschland zu beobachten?!
  • Sensationslust
  • Das ist der Grund, weshalb der genaue Standort der ersten deutschen Wölfe auch geheim gehalten wurde. Hierzu gibt es vor allem aus Amerika viele und erschreckende Beispiele. Am Liebsten möchte jeder das Beste und schönste Wolfsphoto schießen, vielleicht sogar eine Nahaufnahme von den Augen… Leider schreitet dieser Trend in den amerikanischen Nationalparks voran und trotz Bemühen der Parkranger, die nicht immer und überall vor Ort sein können, dringen Touristen oft in gesperrte Gebiete vor, nur um Photos zu machen, oder um später von ihren Erlebnissen erzählen zu können. Manche Wölfe haben sogar schon gelernt, dass ihnen diese Touristenmassen nichts anhaben und trauen sich dicht an sie heran oder bleiben sogar auf der Straße stehen. Die Touristen freuen sich natürlich über diese Gelegenheit, aber für die Wölfe ist das ein Desaster. Sie begeben sich nicht nur in Gefahr überfahren zu werden, sondern werden auch so belästigt, dass sie eventuell ihr Revier verlassen. Außerdem kann auch eine allgemeine Gewöhnung an den Menschen entstehen und sich ein ähnliches Problem wie bei der Futterkonditionierung ergeben, was letztendlich immer den Tot dieser Tiere bedeutet. Man kann nur hoffen, dass diese Beispiele hierzulande als abschreckend angesehen werden und man hier wild sein lässt, was wild ist. Natürlich spricht nichts gegen ein eigenes, gutes Photo, aber dazu muss man sich den Tieren nicht aus egoistischen Gründen dermaßen aufdrängen. Hier hilft auch ein gutes Teleobjektiv, und für Nahaufnahmen kann man Gehegewölfe besuchen, denn das sind auch Wölfe. Die meisten, vor allem die guten Wolfsphotos von namhaften Photographen wurden übrigens von Gehegewölfen gemacht, da sie sich leichter ablichten lassen.

Unüberlegte oder gleichgültige Menschen

Die gibt es leider auch. Allerdings stellen sie nicht nur für die Wölfe, sondern für alle Tiere und die Natur ein Problem dar. Es gibt viele Menschen, die bei ihren Wanderungen oder Mountenbike-touren uvm. In entlegene Gebiete vordringen, die vor allem als Rückzugsmöglichkeiten für Tiere dienen. Es kann sein, dass sich Tiere so gestört fühlen, dass sie ihre Nester, Höhlen, Bauten,… samt ihren Jungen verlassen. Leider ist es manchen dieser Menschen egal, da es ihnen nur wichtig ist, den gewissen Kick zu bekommen, wenn sie in solche Regionen vordringen. Hier wäre mehr Rücksicht geboten, die sich die Natur auch verdient hat, da sie sich, vor allem Tiere wie die Wölfe ohnehin schon sehr zurückgezogen hat.

Unerlaubte Müllentsorgung

Leider gibt es Menschen, die ihren Hausrat, vor allem kostenpflichtigen Sondermüll in der natur, vor allem im Wald abladen. Dies ist eine große Gefahr für Tiere und die Natur im Allgemeinen. Tiere können sich hier nicht nur verletzen, sondern auch giftige Substanzen zu sich nehmen. Auch kann dieser Müll das Grundwasser verunreinigen oder Krankheiten bei den Bäumen auslösen. Oftmals ist es diesen Menschen nicht einmal bewusst, was sie eventuell anrichten können, deshalb sollte man sie darauf ansprechen, wenn man es mitbekommt. Traut man sich nicht, kann man sich ja die Ziffern des Nummernschilds merken, oder gleich die Polizei (den Förster,…) anrufen, denn sie handeln illegal.


ungenügende Aufklärung

In den Köpfen vieler Menschen herrscht noch der Glaube an den gefährlichen, bösartigen, blutrünstigen und menschenfressenden Wolf vor. Über Jahrhunderte wurde ein falsches Bild vom Wolf vermittelt und auch Märchen und Horrorfilme tragen ihren Teil dazu bei. Es ist wichtig, Aufklärungsarbeit zu betreiben, um den Menschen das wahre Wesen der Wölfe (und auch anderer Raubtiere) und deren tatsächliches

Gefahrenpotential

 näher zu bringen. Ich hoffe, dass auch ich mit dieser Homepage dazu beitragen kann.


Infrastruktur

Der Wolf ist ein ausgesprochen anpassungsfähiges Tier, der auch gelernt hat, dass Autobahnen und Eisenbahnschienen eine tödliche Gefahr sind, aber dennoch schützt sie dieses Wissen nicht vor dem Tod durch die Infrastruktur. Wölfe sind zwar sehr vorsichtig und wirklich geschickt darin, unversehrt Straßen zu überqueren, aber es gibt immer wieder Augenblicke der Unvorsicht, wie z.B. Panik oder auf der Jagd, in denen die Wölfe nicht mehr auf den Verkehr achten und über- oder angefahren werden. Dieses Problem wäre noch nicht einmal so groß, wenn gegebene Tempolimits eingehalten würden.


Wölfe oder Hybriden als Haustiere

Ich habe diesem Thema eine eigene Rubrik gewidmet, also erläutere ich es hier nicht genauer(mehr dazu

hier

)


Märchen und Horrorfilme

Das mag für manche vielleicht lächerlich klingen, ist es aber absolut nicht. Gerade Märchen wie Rotkäppchen vermitteln bereits Kindern das Bild vom bösen Wolf und Horrorfilme von Werwölfen oder reißenden Bestien nähren diesen Glauben nur. Natürlich muss man Märchen und Filme nicht gleich verbieten, aber es muss allgemein eine bessere Aufklärung über Wölfe (und andere Raubtiere) durchgeführt werden und Eltern sollten bereits ihren Kindern, wenn sie ihnen solche Märchen erzählen auch davon berichten, wie Wölfe wirklich sind und ihnen auch Tierbücher vorlesen oder Dokumentationen im Fernsehen zeigen.


Sonntagsjäger und Wilderer

Der Beruf Jäger an sich ist enorm wichtig, denn er wird meist (so sollte es sein) von Menschen ausgeführt, denen die Natur und die Tiere wichtig sind. Sie Sorgen z.B. dafür, dass das natürliche Gleichgewicht bestehen bleibt und keine Wildschäden entstehen, indem sie dafür sorgen, dass gewisse Wildbestände (z.B. Rehe, Hasen), nicht überhand nehmen. Doch die so genannten Sonntagsjäger schießen nur aus Spaß am Töten und um Trophäen zu erlangen, außerdem geraten durch sie oft die seriösen Jäger ungerechterweise in ein schlechtes Licht. Manche dieser Sonntagsjäger halten sich leider nicht einmal an die Gesetze, die ihnen vorschreiben, wie viel und welches Wild erlegt werden darf, sondern erschießen auch streng geschütztes Wild, wie Wölfe oder Bären. Das ist auch in letzter Zeit in Deutschland vorgekommen, doch leider werden sie meist nicht einmal bestraft oder zumindest nur geringfügig, da sie sich ausreden, sie hätten gedacht, dass der Wolf ein wildernder Schäferhund sei. Aber selbst ein unerfahrener Laie kann den Unterschied feststellen, denn Wolf und deutscher Schäferhund haben kaum etwas gemeinsam (Schäferhunde haben, nur um einige wenige Unterschiede zu nennen, ungewöhnlich lange Ohren, eine breitere Schnauze, einen abfallenden Rücken,… sogar das Fell und vor allem die Farbe ist vollkommen anders, als beim Wolf!!!!!!!). Das ist ausschließlich eine Ausrede, denn wer einen Jagdschein hat, dem wurde auch etwas über das Aussehen und Verhalten der Tiere beigebracht, die er jagt. Wilderer sind natürlich noch schlimmer!


Fallen

Es ist in Deutschland und anderen Länder verboten, Fallen aufzustellen, in die sogar Menschen geraten und sich schwer verletzen können. Tiere, die in diese Eisenfallen geraten, leiden fürchterliche Schmerzen und Todesangst. Manchmal kommen sie frei und verenden dann nach langen Qualen an den Folgen der Verletzungen, oder überleben mit bleibenden Schäden. Diese Fallen gibt es in Deutschland dank der oft aufmerksamen Förster und Berufsjäger glücklicherweise sehr selten. Aber dort, wo sie aufgestellt werden, stellen sie auch für Wölfe eine große Gefahr dar. Es gibt zwar Wölfe, die so schlau sind, dass sie in keine Fallen treten, aber bei der Jagd achten sie kaum darauf. Es kann sogar vorkommen, dass sich ein Wolf ein Bein abbeißt, um aus einer Falle zu geraten.


Gifte

Gifte, die gegen Schädlinge (ob in der Landwirtschaft, oder Rattengift,…) eingesetzt werden müssen, können leider auch Wölfen oder anderen Tieren schaden. Aber viel schlimmer sind natürlich Giftköder (z.B. in Fleisch verstecktes Gift), die z.B. von Hundehassern ausgelegt werden.


Hunde

Wildernde Hunde sind für alle Wildtiere eine Bedrohung!!! Ich, selbst Hundehalter, appelliere hier nun an die Vernunft und Rücksicht aller Hundebesitzer, ihre Hunde zu erziehen, dass sie auch im Wald folgen und bei ihnen bleiben und vor allem sie dafür sorgen, dass sie nicht streunen, sprich ausbrechen können (ihr Hund könnte ja auch überfahren, vergiftet, etc. werden). Ein wildernder Hund könnte durchaus einen Wolf verletzen oder töten, aber auch umgekehrt, wenn es ein sehr kleiner Hund ist, oder es nicht ein Wolf, sondern ein Rudel ist, das sich verteidigt. In diesem Fall gäbe es für die Medien wieder sinnlosen Stoff für Hetzkampagnen, da sie berichten könnten, dass die blutrünstigen Bestien (Wölfe) einen unschuldigen Hund getötet haben. Sie erwähnen mit Sicherheit nicht, dass die Wölfe im Grunde unschuldig sind und sich nur natürlich verhalten haben. Außerdem könnte es im Schlimmsten Fall passieren, dass ein Hunderüde ein Wolfsweibchen deckt und das wäre katastrophal und ist leider bei den ersten deutschen Wölfen bereits passiert. Diese Mischlingswelpen müssen eingefangen oder sogar getötet werden, denn wenn sie sich vermehren, würde es bald keine „echten“ Wölfe mehr geben und Mischlingsblut kann durchaus zu Verhaltensstörungen führen (siehe auch unter „

href="wolfshybriden-s362640.html" title="Wolfshybriden">Wolfshybriden

 „). Bitte, liebe Hundehalter: erzieht eure Hunde und sorgt dafür, dass sie weder wildern, noch streunen!!!


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