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Sind Wölfe gefährlich

Zu der Frage, ob Wölfe gefährlich sind. Nein, solange wir Menschen sie als das akzeptieren, was sie sind: wilde Tiere, die wir weder verteufeln, noch als Kuscheltiere ansehen sollten.


Hier nun die wichtigsten Fragen über die Gefährlichkeit des Wolfes und deren Antworten (falls jemand weitere Fragen zu diesem oder einem anderen Thema hat, bitte eine Mail an mich senden, ich werde diese dann auf meiner Homepage beantworten, insofern ich es nicht schon habe)

Sind Wölfe gefährlich? 
  • Angriffe auf Menschen sind sehr, sehr selten und die absolute Ausnahme. Wie bereits erwähnt, sind Wölfe die vielleicht scheusten Tiere überhaupt, die sofort die Flucht ergreifen, wenn sie einen Menschen erblicken oder dessen Witterung aufnehmen. Es kann allerdings sein, dass ein mutiger Wolf nachts durch eine Stadt streift, um nach Nahrung zu suchen, aber tagsüber lassen sie sich dort nicht blicken, denn sie sind gute Beobachter, die uns Menschen und unsere Gewohnheiten sehr gut kennen und auch respektieren. Da sie uns meiden und wissen, wie wir uns verhalten, lassen sie sich in Stadtnähe nur nachts blicken, da wir uns dann in unseren Häusern befinden und für die Wölfe keine Gefahr mehr darstellen.
  • Hunde, Pferde, mit Krankheiten infizierte Insekten und sogar Bienen, durch die jährlich viele Menschen verletzt werden oder sogar ums Leben kommen, sind wesentlich gefährlicher als Wölfe.
  • Ein mit Tollwut infizierter Wolf (und jedes andere wilde Tier auch) kann durchaus auf Menschen losgehen. Dies aber nur aufgrund der fortschreitenden Krankheit. Nähert sich also ein wilder Wolf (oder auch anders Tier), sollte man auf keinen Fall versuchen, es anzulocken, sondern sich entfernen. Denn wenn wilde Tiere so zutraulich sind, dann ist das oft ein Anzeichen für Tollwut, die sie vollkommen unnatürlich handeln lässt. Tollwut ist eine gefährliche Krankheit, die vor allem von Füchsen und Mäusen übertragen wird, auch auf den Menschen durch einen Biss übertragbar ist und tödlich endet, wenn man sie nicht rechtzeitig bemerkt. Also noch einmal: Abstand halten von wilden Tieren, die plötzlich zutraulich sind, denn sie können nicht nur gefährlich werden, sondern auch die Tollwut übertragen, vor allem Füchse. Im Falle eines Bisses also sofort zum Tierarzt gehen!
  • Wir Menschen müssen die Natur respektieren. Wenn man also im Wald eine Wolfshöhle mit Jungen entdeckt (das trifft natürlich auch auf alle andren Tiere zu), dann sollte man sich darüber freuen, aber nicht versuchen, sich ihr aus egoistischen Gründen zu nähern. Es könnte passieren, dass die Wölfe ihre Höhle nicht mehr als sicher ansehen und das Rudel samt ihren Jungen sie verlässt, um ein sichereres Versteck zu finden. Auf dem Weg dorthin kann den Jungen etwas zustoßen. Aber ein Angriff auf einen Menschen ist selbst in diesem Fall unwahrscheinlich, nach meinen Informationen ist kein Fall bekannt. Im Gegenteil gab es sogar einmal einen Forscher, der einer wilden Wölfin ein Junges genommen und in seinen Rucksack gesteckt hatte und dann fort ging. Die Wölfin hat ihn selbst bei dieser Provokation nicht angegriffen. Wahrscheinlich war die Scheu vor dem Menschen einfach zu groß. Dennoch sollte man die Natur nicht dermaßen herausfordern, denn Tiere, die ihre Jungen beschützen, können durchaus angreifen, wie man es zum Beispiel von Wildschweinen kennt.
  • Es ist kein Fall bekannt, in dem ein gesunder, wilder (also kein Gehegetier) Wolf einen Menschen getötet hat. Leider werden in Amerika und traurigerweise auch in Deutschland Wolf-Hund-Mischlinge gezüchtet, die durchaus auch Menschen angreifen und in den Medien wird dann „Wolf“ groß betont, doch es war in diesen Fällen ein Hund, der einen Menschen angegriffen hat und kein Wolf. Diese Hunde, schaden in vieler Hinsicht den echten, wilden Wölfen, auch wenn es deren Besitzer nicht wahr haben wollen (zu diesem Thema mehr unter „ Wolfshybriden“)
  • Wenn Wölfe wirklich so gefährlich wären, warum leben dann all die Feldforscher noch? Sie nähern sich ihnen oft bis auf wenige hundert Meter, doch keiner von ihnen wurde je angegriffen. Auch hatten diese Forscher oft direkten Kontakt zu Grizzlybären, den sie unversehrt überstanden haben. Eine Forscherin, ist bei ihrer Forschung auf ein Rudel Wölfe gestoßen, die eine  unberührte Landschaft ihr Zuhause nennen und noch nie Kontakt zu Menschen gehabt haben, also auch keine natürliche Angst vor ihnen entwickelt haben. Sie hat sich auf eine Wiese gelegt und die Wölfe sind ganz nah an sie herangekommen, haben sie sogar beschnüffelt, ihr aber nichts getan, stattdessen untereinander gespielt. Ich denke, das spricht für sich selbst. Die Natur ist nicht böse, wir Menschen sind es, die sie aus Unwissen und Hass dazu machen.

 

Sehen Wölfe Schafe und anderes Nutzvieh der Menschen als Beute an?

  • Natürlich! Woher sollen Tiere denn wissen, was sie jagen dürfen und was nicht, wir können es ihnen ja nicht sagen. Sie sehen zwischen wilden Rehen und Hirschen keinen Unterschied zu Schafen, Kühen oder anderem Nutzvieh. Eigentlich kommt es erstaunlich selten vor, dass Wölfe z.B. Schafe reißen, obwohl sie zum Teil gar nicht durch den Menschen gesichert sind (z.B. Elektrozäune, usw.), doch wenn es dann doch einmal geschieht, reißen sich gewisse Medien nahezu darum und rücken den Wolf (mal wieder) ungerechterweise in ein schlechtes Licht und betiteln ihn als wilde Bestie im Blutrausch. Doch auch Wölfe müssen Fressen, um zu überleben und woher konnten sie denn wissen, dass sie diese Schafe, eine natürliche Beute nicht jagen durften, wenn sie doch noch nicht einmal eingezäunt waren.
  • Wenn Wölfe z.B. Schafe reißen, tun sie das vor allem Nachts, weil dann keine Menschen in der Nähe sind. Es ist nur erstaunlich, dass man sich dann wundert, dass Schafe gerissen wurden, wenn man sie Raubtieren förmlich auf dem Teller serviert und sie nachts nicht in einen sicheren Stall bringt.
  • Heute, da es in manchen Ländern nur noch wenige oder gar keine Raubtiere mehr gibt, wird der Beruf Hirte nicht mehr so ernst genommen, doch auch wenn Raubtiere hoffentlich wieder heimisch werden, gibt es jede Menge wirksame Möglichkeiten, das Nutzvieh vor unerwünschten Räubern zu schützen, z.B. durch Elektrozäune, Nachtställen, mehr Präsenz durch den Hirten tagsüber und ganz besonders effektiv ist der richtige Einsatz von Herdenschutzhunden (keine Hütehunde). Hierzu haben Günther und Karin Bloch erfolgreich ein Experiment in Tschechien durchgeführt. Durch den Einsatz von Herdenschutzhunden, sank die Anzahl der gerissenen Schafe drastisch und die Hirten und Bauern lachen nur noch, wenn sie hören, dass Wölfe ein Problem seien, weil sie es für sie schon längst nicht mehr sind. Sogar Bären lassen sich durchaus von diesen Hunden abschrecken.
  • In Italien z.B., wo die Regierung jedes von einem Wolf gerissene Schaf ersetzt,  hört man nahezu täglich von Angriffen auf Schafe. Doch ist dies oft nicht die Wahrheit, meist waren es wildernde Hunde, die die Schafe gerissen haben, aber die Bauern behaupten dann, dass es die Wölfe waren, weil sie nur dann das Geld vom Staat bekommen. Es kommt sogar vor, dass sie selbst eines ihrer Schafe töten und die Schuld auf den Wolf schieben, um an das Geld heranzukommen. Damit das nicht kontrolliert werden kann, lassen sie die angeblich von Wölfen gerissenen Schafe dann einfach verschwinden. In diesem Fall ist nicht der Wolf die Bestie, die die Schafe reißt, sondern der Mensch selbst, der wegen dem Geld den Wolf unbegründeter weise beschuldigt, oder die wildernden Hunde, die ja auch ein von Menschen gemachtes Problem sind.
  • Etwas eigenartig ist, dass wir Europäer uns aufregen, wenn z.B. Dorbewohner in Indien auf einen Tiger mit Stöcken einschlagen, oder ihn sogar tödlich verletzen, weil er durch ihr Dorf geschlichen ist, oder in Afrika ein Löwe getötet wird, weil er Schafe gerissen hat. Doch wenn ein Wolf dasselbe in unserem Land macht, dann ist sofort die Rede vom bösen Wolf, der zu Recht erschossen wurde, dann hört man nichts von dem bösen Menschen, der den armen Wolf getötet hat, der doch nur überleben will. Der Wolf ist genauso ein Raubtier wie Tiger und Löwen, das ebenfalls geschützt werden muss und wir Menschen müssen nicht nur Raubkatzen respektieren (was wir vielleicht nur deshalb tun, weil es sie bei uns nicht gibt), sondern eben auch Wölfe. Denn warum ist es schlimmer, wenn ein Wolf das gleiche macht, wie eine Raubkatze?
  • Über eines sollten wir Menschen uns auch im Klaren sein: Es kommt zwar hin und wieder vor, dass Wölfe, Bären und andere Raubtiere, schlecht oder gar nicht geschütztes Nutzvieh reißen, aber dasselbe tun wir auch. Wir Menschen schießen Hirsche, Rehe und andere Beutetiere, die die Nahrung der Raubtiere darstellen. Das ist im Grunde nichts anderes, aber das können wir Menschen natürlich nicht so sehen, dazu sind wir viel zu sehr auf uns selbst bedacht. Raubtiere reißen vielleicht manchmal Nutzvieh von uns Menschen, aber im Grunde nehmen wir ihnen viel mehr, als sie uns, denn wir nehmen ihnen nicht nur ihre Nahrung, sondern auch noch ihren natürlichen Lebensraum, indem wir unsere grauen Städte immer weiter ausdehnen und mehr und mehr Natur zerstören.


Gefährden Wölfe den Bestand  von Hirschen und anderen Beutetieren?
  • Im Gegenteil! Wölfe sorgen dafür, dass die Anzahl der (z.B.) Hirsche, die ja auch erheblichen Schaden am Baumbestand anrichten können, nicht überhand nimmt. Außerdem begehen sie die so genannte natürliche Auslese. Da ausgewachsene und agile Beutetiere dem Wolf durchaus gefährlich werden und ihn mitunter sogar töten können (durch Huftritte und mit dem Geweih), reißen sie vor allem altersschwache oder kranke Tiere. Im letzteren Fall können sie sogar verhindern, dass Epidemien unter den Beutetieren ausbrechen. Denn wenn ein Tier von einer für Huftiere gefährliche Krankheit infiziert ist und gerissen wird, ist die Wahrscheinlichkeit gleich null, dass ein weiteres Tier erkrankt.
  • Nur wir Menschen gefährden den Bestand von wilden Tieren. Hier möchte ich zunächst erwähnen, dass der Beruf Jäger sehr wichtig ist, der kontrolliert, dass eine bestimmte Tierart nicht überhand nimmt und somit Schäden anrichtet, vor allem in Ländern, in denen es keine natürlichen Feinde gibt. Aber Hobbyjäger, die nur aus Spaß töten können durchaus eine Gefahr sein. Denn gerade sie sind es, die Raubtiere, wie den Wolf verteufeln und behaupten, dass er böse sei, aber nur, weil sie befürchten, dass sie nicht mehr so viel Wild schießen können, wie sie wollen, denn schließlich reißen Wölfe und Bären ja auch Wild und brauchen es zum Überleben. Durch diese Hobbyjäger gerät leider nur allzu oft der eigentliche Beruf Jäger in ein schlechtes Licht.
  • sollte es zu einem großen Bestand an Wölfen bei geringer Zahl Beutetiere kommen, folgt eine Zeit, in der die Wölfe weniger Nachwuchs bekommen und bei den Beutetieren, wie z.B. Hirsche kommt es dafür gehäuft zu so genannten Zwillingsgeburten.

Sind Wölfe blutrünstige, menschenfressende Bestien?
  • Nein! Wer das denkt, lebt nicht in der heutigen, aufgeklärten Welt. Wir Menschen glauben, alles zu können und zu wissen und intelligenter zu sein, als alte Naturvölker, wie zum Beispiel die Indianer. Doch warum glauben wird dann, dass so soziale und scheue Tiere wie die Wölfe Bestien sind? So etwas gehört in die Vergangenheit. In unserer so genannten modernen Zivilisation, sollten wir in der Lage sein, mit den Wölfen, allen anderen Tieren und der Natur zu leben, leben zu lassen und immer wieder aufs Neue von ihnen zu lernen. Denn das ist es, was die Indianer, denen sich viele Menschen überlegen fühlen schon immer konnten und sogar die Menschen aus der Eiszeit waren uns in der Hinsicht weit voraus. Manche werden vielleicht lachen, aber es ist die Wahrheit. Doch bestimmt jeder ist begeistert, von dem Familienzusammenhalt und der Aufgabenteilung der Indianer und ihrer faszinierenden Lebensweise und wenn man einen Indianer fragt, wird er zur Antwort geben, dass sie dieses soziale Verhalten von den Wölfen gelernt haben.

Greifen Wölfe Hunde, Katzen oder andere Haustiere an?
  • Das kann im Einzelfall vorkommen, ja. Vielleicht werden manche jetzt denken, dass das grausam ist, aber es ist doch genauso grausam, wenn ein Mensch einen Wolf tötet, der vielleicht sogar Junge hatte, die nun als Halbweisen aufwachsen müssen, oder gar sterben, wenn dieser Wolf ihr einziges Rudelmitglied war.
  • Wölfe streifen nicht am helllichten Tage durch die Stadt und stürzen sich auch nicht gierig auf irgendwelche Haustiere, auch ist es völlig ungefährlich, mit seinem Hund durch den Wald zu gehen, wenn dieser gut erzogen ist, auf jedes Kommando hört und sich nicht unerlaubt von seinen Besitzern entfernt oder wenigstens an der Leine geht. Hunde, die streunen oder gar wildern (hierbei besteht auch die Gefahr, dass er von einem Jäger erschossen wird) und sich dabei einem Wolfsrudel nähern, können durchaus angegriffen oder getötet werden, da sie eine Gefahr für das Rudel darstellen und die Wölfe sich nur verteidigen, wobei es ihnen egal ist, ob dieser Hund irgendeinem Menschen gehört, denn für sie ist er ausschließlich eine Gefahr. In diesem Fall haben aber eindeutig die Besitzer selbst Schuld, wenn ihrem Hund etwas zustößt, denn er hätte genauso gut erschossen, überfahren, vergiftet, o.ä. werden können. Obendrein ist es rücksichtslos, wenn Hundebesitzer (ich bin selbst einer, versuche aber mich vorbildlich zu verhalten) ihre Hunde unkontrolliert wildern lassen, was eine Gefahr für viele Tiere ist und obendrein ein schlechtes Licht auf verantwortungsbewusste Hundehalter und deren gut erzogenen Hunde wirft.
  • Wir haben Hunde, Katzen und andere Tiere zu unseren Haustieren gemacht und als solche sollten wir sie auch behandeln. In der Nacht haben sie nichts alleine auf den Straßen oder im Wald zu suchen. Nicht nur wegen der durchaus unterschätzten Gefahr, die sie für wilde Tiere darstellen können, sondern auch, weil ihnen etwas zustoßen kann. Wie bereits erwähnt, kennen Wölfe, Bären oder andere Raubtiere keinen Unterschied zwischen wilder Beute oder von Menschen gehaltenen Tieren. Wenn sie nun nachts auf ein streunendes Haustier stoßen, verstehen Tiere nicht, dass dies ein von Menschen geliebtes Tier ist, sondern sehen darin eine leicht zu fassende Beute, die ihnen das Überleben sichert. Wenn so etwas geschieht, haben wieder die Besitzer der betroffenen Tiere Schuld und handeln extrem rücksichtslos. Somit haben sie nicht nur Schuld am Tot des eigenen Tieres, sondern gefährden so wieder sinnlos den bereits etwas besseren Ruf der Raubtiere. Denn in den Medien wird bestimmt nicht von einem Wolf oder Bär berichtet, der des Nachts Beute erlegt hat, um sich und seinen Nachwuchs zu ernähren sondern von der brutalen Bestie und am Ende wird noch behauptet, dass die Gefahr besteht, dass sie in Zukunft vielleicht sogar Menschen angreift. Bitte, liebe Tierbesitzer! Haltet eure Haustiere so, dass ihr immer wisst, was sie gerade tun, damit sie keinen Stoff für neue Hetzkampagnen gegen gefährdete Raubtiere geben und ihr sie andererseits auch stets selbst in Sicherheit wisst, denn die Gefahr, dass sie gefressen werden ist verhältnismäßig gering, im Vergleich zu den Gefahren, die ihnen durch Menschen drohen (überfahren, vergiften,…)


Sind Wölfe Killermaschinen, die nur ans Töten denken?

  • ganz und gar nicht!!! Wölfe jagen, um zu überleben, nicht aus Mordlust. Das ist eine rein menschliche Eigenart, die aus Rache oder wegen Gier Menschen töten, oder Tiere, um deren Fell zu tragen oder einfach nur aus Spaß. Wölfe töten, um das eigene Leben und das ihres Nachwuchses zu sichern und sorgen auf diese Weise auch noch dafür, dass die Beutetiere nicht überhand nehmen und Schaden anrichten. Bei der die Jagd gehen Wölfe sehr strategisch und kooperativ vor. Wölfe jagen, um zu überleben, so wie das viele andere Tiere auch tun, wie zum Beispiel Eisbären, Löwen, Pumas,… Doch im Leben eines Wolfes geht es nicht nur um die Jagd, im Gegenteil. Wölfe kümmern sich liebevoll um ihren

    Nachwuchs, pflegen starke, soziale Beziehungen, haben sehr unterschiedliche, einzigartige Charaktere und manchmal spielen sie einfach nur, um Spaß zu haben (mehr dazu unter "Wolfsspiele").


Ist es gefährlich, wilde Wölfe zu füttern, um sie zutraulich zu machen?
  • Ja, aber vor allem für die Wölfe! Ich bitte hier vor allem die Wolfsfreunde, niemals einen wilden Wolf zu füttern, oder zu versuchen, ihn mit Futter anzulocken. Da ein durch Futter auf Menschen fixierter Wolf durchaus die natürliche Scheu vor dem Menschen verlieren und sich ihm deshalb ohne zu zögern nähern kann, besteht die Gefahr, das so ein Wolf als gefährlich eingestuft wird, weil er sich den Menschen ja nähert und letztendlich erschossen wird. Geschieht dies nicht, wird er auch seinem Nachwuchs lernen, zu den Menschen zu gehen, weil diese sie ja füttern und dann wird im schlimmsten Falle gleich ein ganzes Rudel zum Schuss freigegeben. Wer Wölfe also wirklich liebt, füttert sie nicht, auch wenn er es nur gut meint, oder ihnen sagen will, wie sehr er sie liebt. Doch das drückt man am Besten aus, wenn man sie in Ruhe lässt, denn schließlich mag man die Wölfe ja gerade weil sie so freie Tiere sind. Wer Wölfe so sehr liebt, dass er ihnen ganz nahe sein möchte, kann ja Tierparks oder Gehegewölfe besuchen.
  • Es kann vorkommen, dass auf Futter konditionierte Tiere aggressiv werden und Menschen anfallen, weil immer dreister werden, wenn sie das Futter anfordern, das ihnen zuvor noch gegeben wurde. Auf diese Weise verlieren Tiere (alle Tiere, nicht nur Wölfe, weshalb ja auch Tauben oder Hörnchen oft zum Stadtproblem werden) ihre natürliche Angst vor dem Menschen und da sie die Erfahrung gemacht haben, dass Menschen ihnen Futter geben, werden sie es mit der Zeit anfordern. Dabei werden sie immer aufdringlicher und dreister und können durchaus gefährlich werden. Das finden manche Leute bei Eichhörnchen vielleicht noch niedlich, aber wenn ein ausgewachsener Bär aufrecht und bettelnd vor ihnen steht, ist das zwar dasselbe, aber niemand wird das mehr niedlich finden und wie gesagt, kann das auch wirklich gefährlich werden. Handelt es sich dabei um Wölfe, Bären, usw., werden sie leider erschossen. Ich wende mich hier nun an alle, die Tiere im allgemeinen lieben: Bitte niemals füttern, das entspricht nicht der Natur eines Tieres und schadet ihnen auf unterschiedliche Weise. Wer Tiere wirklich liebt, bewundert sie, ließt Bücher unternimmt etwas zu ihrem Schutz, aber füttert sie nicht!!!!!!!



Sind Wölfe Boten des Teufels?

  • NEIN, NEIN, NEIN!!!!!!! Das ist purer Irrsinn, entstanden in einer Zeit, in der die katholische Kirche allmächtig war. Es ist vergleichbar mit den Kreuzzügen, in denen sinnlose Morde auf die absurdeste Weise gerechtfertigt wurden (dabei haben sie Gott missverstanden, denn das hatte er mit Sicherheit niemals gewollt, da doch alle gleich sind, ob weißer Mensch, ob schwarzer, ob Wolf, Bär oder die Natur!). Viele Mitglieder der katholischen Kirche sind damals mit Leidenschaft dem Hobby Jagd nachgegangen (der Beruf Jäger ist sehr wichtig, aber Hobbyjäger, die nur aus Spaß jagen, sind eine Gefahr für viele Tierarten). Da Wölfe aber auch Wild jagen, um zu überleben, hatten sie Angst, dass sie bald nicht mehr nach Belieben viel Wild schießen konnten, wenn der Bestand des Wildes abnahm (woran eindeutig die Menschen Schuld hatten). Deshalb haben sie behauptet, dass Wölfe Boten des Teufels seien und dass überall, wo ein Wolf auftaucht, der Höllenfürst in der Nähe sei. Heute kann man das nicht mehr nachvollziehen, aber damals war die Kirche allmächtig und ihr Wort war Gesetz. So fürchtete man den Wolf aus Angst vor dem Teufel und wieder einmal konnte man „reinen Gewissens“ Wölfe jagen. Leider existiert dasselbe Phänomen auch noch in der heutigen Welt, allerdings in anderer Verkleidung und nicht nur in Form von Medien. Aber ich möchte hier nicht genauer darauf eingehen, denn ich möchte keine Hassbriefe nach Hause bekommen. Aber ich bitte euch: macht eure Augen und Ohren auf und glaubt nicht alles, auch wenn es noch so überzeugend erzählt wird. Macht euch immer von allem zuerst ein eigenes Bild.
   
  

Heulen Wölfe den Vollmond an, um dunkle Kräfte heraufzubeschwören?

  • Nein! Wölfe heulen den Mond nicht an, sie heulen zur Kommunikation, wenn z.B. ein Rudelmitglied abhanden gekommen ist und nun Anschluss sucht. Wölfe werfen beim Heulen zwar den Kopf in den Nacken, aber nicht, weil sie den Mond anheulen, sondern weil ihnen diese gestreckte Haltung das Heulen erleichtert (übrigens auch bei uns Menschen. In der Gesangsschule lernt man, dass man beim Singen möglichst eine gerade Haltung einnehmen sollte).
  • Der Glaube, dass Wölfe den Vollmond anheulen stammt daher, dass sie bei Vollmond wirklich mehr heulen, aber nur, weil ihnen das helle Mondlicht eine bessere Sicht und somit höhere Jagdchancen ermöglicht

Zu allen, die Wölfe hassen oder fürchten, möchte ich sagen, dass sie keine Killermaschinen sind und mehr Angst vor uns, als wir vor ihnen haben, sondern einzigartige Tiere mit einem stark ausgeprägten Sozialverhalten, die sich wunderbar an die widrigsten Lebensumstände anpassen können und es sich nach der jahrtausendlangen Jagd auf sie verdient haben, von uns respektiert zu werden. Wir müssen lernen, mit der Natur zu leben, die wir Menschen aus Egoismus so lange ausgebeutet und zerstört haben. Denn letztendlich profitieren auch wir selbst davon, denn dass der Weg, den wir momentan eingeschlagen haben nicht der richtige ist, und uns mit der Zeit nur selbst schaden werden, ist bereits jedem bewusst. Menschen, die Wölfe hassen, müssen sie nicht lieben lernen, aber sie sollten einsehen, dass die Lügen und Halbwahrheiten der Vergangenheit, in der Wölfe als blutrünstige Bestien dargestellt wurden, einfach nicht stimmen und sie sollten sich über das wahre Wesen der Wölfe informieren und werden feststellen, dass man diese Tiere zumindest tolerieren kann, denn schließlich toleriert die Natur selbst uns Menschen, die nur auf sich selbst bedacht sind.

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